«Hierig – Heutig.
Tradition im Aufbruch»

28. August – 26. September 2010
Vernissage: Freitag, 27. August, 19 Uhr

Seit einigen Jahren beruft sich die Schweiz wieder vermehrt auf helvetische Traditionen, ohne genau zu differenzieren, was damit gemeint ist. Welche Werte verbinden wir mit Tradition und wie gehen wir mit kulturellem Erbe um? Wie manifestiert sich Schweizer Tradition im Alltag und im Kulturschaffen? Inwiefern verliert Kulturgut durch Bewahren an Vitalität? Ist Tradition heute noch gelebte Erinnerung oder nur mehr ökonomisiertes, folkloristisches Versatzstück innerhalb einer Werbestrategie?

Das Forum Schlossplatz lädt mit der Ausstellung und Debatten zur Reflexion dieses facettenreichen Begriffes ein. Anregung bieten Installationen der Videokünstlerin Anka Schmid, die sich auf innovative Weise mit traditionellem Volkskulturgut auseinandersetzt. In ihrer Arbeit HIERIG-HEUTIG gelingt der Künstlerin eine zeitgenössische Interpretation des gleichnamigen Appenzeller Paartanzes, die neue Lesarten eröffnet und eine Faszination auslöst, der auch Nicht-Ländlerfreunde verfallen können.

>> Download Ausstellungsprogramm




Vorschau:

«Im Bild»

6. November 2010 – 30. Januar 2011
Vernissage: Freitag, 5. November, 19 Uhr

«Im Bild»  fragt nach dem privaten und professionellen Umgang mit Bildern: Was motiviert Menschen – gerade auch im Zeitalter des bewegten und vertonten Bildes – ruhende, stille Bilder in ihre Wohnräume zu hängen? Welche Funktionen übernehmen sie und wie werden sie inszeniert? 50 Personen aus Aarau und Umgebung schildern ihre Beweggründe und stellen ihre Lieblingsbilder für die Dauer der Ausstellung zur Verfügung. Diesem privaten Umgang mit Bildern wird ein professioneller Zugang gegenübergestellt. Vier Kurator/-innen sind eingeladen, denselben Ausstellungsraum mit Werken aus einer Privatsammlung zu gestalten.

Das Veranstaltungsprogramm bietet Gelegenheit, sich vertieft mit dem Thema «Bild» im Kontext seiner Funktion und seiner Inszenierung, sowohl im privaten wie im musealen Raum, auseinanderzusetzen. Eingeladen werden Expertinnen und Experten aus der Alltags- und Bildforschung sowie der Kunst- und Kulturgeschichte.

aktualisiert: 12.8.2010